Astronomie und Geografie der Kuppelwelt

Bekanntlich liegt die Kuppelwelt, von außen gesehen, in einem Schwarzen Loch. Daher umkreist sie nicht ihre Sonnen, sondern wird von diesen auf stark elliptischen, schrägstehenden Bahnen im Uhrzeigersinn umkreist. Die Umkreisung der inneren Sonne um die Kuppelwelt dauert einen Tag (ein Schwarzes Loch hat eine hohe Schwerkraft und wirkt so stark beschleunigend auf Himmelskörper, die es umkreisen); sie hat etwa die Leuchtkraft und Hitze der Erdsonne. Die zweite Sonne ist ein Roter Riese, leuchtet nur schwach, strahlt dafür aber um so mehr Wärme aus. Sie hat eine durchschnittliche Entfernung von mehreren Milliarden Kilometern und erscheint daher nicht heller als ein Vollmond. Ihre Umlaufbahn steht weniger schräg als die der anderen Sonne. Sie braucht ein Jahr, um die Kuppelwelt zu umrunden und verursacht so die Jahreszeiten. Die Kuppelwelt selbst dreht sich auch, aber sehr langsam. Durch ihre hohe Schwerkraft bzw. die des Schwarzen Lochs verzerrt sie auch ständig die Bahnen ihrer beiden Sonnen. Daher gehen die Sonnen trotz der Drehung immer im Osten auf, stehen im Süden am höchsten (und sind hier auch der Kuppelwelt am nächsten), gehen im Westen unter und sind im Norden am weitesten Punkt ihrer Umlaufbahn angelangt. Die Drehungsachse der Kuppelwelt beginnt bei Gott und endet bei Satan. Sie wird auch die "monotheistische" Achse genannt, denn da, wo die Achse die Erdoberfläche kreuzt, sind die meisten Menschen monotheistisch. Durch den hohen Einfluss der beiden können sich andere Götter kaum durchsetzen. Außer von diesen beiden Sonnen wird die Kuppelwelt von einigen Planeten, einem großen Mond und vielen Planetoiden und Kometen umrundet. Wegen der Schwerkraft des Schwarzen Lochs verändern sich ständig die Umlaufbahnen der kleineren Körper, falls sie nicht sogar vom Schwarzen Loch verschluckt und bald darauf durch andere ersetzt werden. Für die Kuppelwelt hat das alles kaum Bedeutung (obwohl Astrologen das Gegenteil behaupten), da ihre magische Schutzhülle vollkommen materieundurchlässig ist. Nur das Licht und die Wärme der Sterne können sie durchdringen.

Einige Daten zur Kuppelwelt

Oberfläche der magischen Kugel: 125 Milliarden Quadratkilometer

Rauminhalt der magischen Kugel: über 4 Billiarden Kubikkilometer

Erdoberfläche (ohne Berge und Täler): 31 Milliarden 416 Millionen Quadratkilometer

(davon mehrheitlich von Menschen bewohnt: etwa 5 Milliarden Quadratkilometer)

Die Kuppelwelt ist ungefähr je zur Hälfte mit Wasser und Land bedeckt, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Im Westen, im Einflussbereich des Wassergottes, gibt es einen großen Ozean, der etwa ein Viertel der Erdoberläche bedeckt und im Osten einen großen Kontinent, der auch ein Viertel der Oberfläche einnimmt und größtenteils aus Wüsten besteht. Die Durchschnittstemperatur beträgt 10°C am Äquator (der West-Ost-Achse) und nimmt von Norden nach Süden zu: Im äußersten Norden wird es so kalt, dass sich Luft verflüssigt und später sogar gefriert; im Süden wird es dagegen so heiß, dass alles sofort Feuer fängt oder zu schmelzen beginnt. Natürlich gibt es dabei kleine regionale Schwankungen (z. B. beeinflussen Gebirge das Wetter allgemein eher in Richtung Kälte, und Meeresströmungen bringen Kälte aus dem Norden und Hitze aus dem Süden in die gemäßigteren Gegenden). Der durchschnittliche Niederschlag beträgt entlang der Nord-Süd-Achse 1000 mm pro Jahr und nimmt von Osten nach Westen zu: Im Westen steigert sich der Niederschlag, bis es ununterbrochen schüttet und schließlich Himmel und Meer nicht mehr unterscheidbar sind, während es im Osten ganz zu regnen aufhört. Hier gibt es allerdings größere Schwankungen: Selbst viele tausend Kilometer im Westen kann es noch Wüsten geben, und viele Gebiete weit im Osten sind gut mit Wasser versorgt. Außerdem ist zu beachten, dass auf dem Meer allgemein mehr Niederschlag fällt als auf dem Land. Auch bewirkt der Lichtgott (Sonnenaufgang!) im Osten der Kuppelwelt, dass das Licht in der Zone der Lichtwesen tagsüber dauernd leuchtet, während es im Westen immer mehr von den Wolken und dem Dunst in der Luft abgeschirmt wird. Außer dem Licht nimmt im Osten aber auch die Elektrizität in der Luft und damit die Gewitter (in heißen Gegenden) und Nordlichter (in kalten Gegenden) und sogar die radioaktive Strahlung (die aber außerhalb der Zone der Lichtwesen keine Rolle spielt) zu. Und zum Schluss sind auch die täglichen und jährlichen Temperaturschwankungen von der Geografie abhängig: Je weiter man nach Westen kommt, desto geringer sind die Unterschiede zwischen Tag und Nacht bzw. zwischen Sommer und Winter, weil das Wasser die Wärme des Tages / des Sommers speichert und später wieder abgibt.

Die Schwerkraft ist abhängig von der Dicke der Erdschicht unter einem: Auf der Schöpfungsinsel ist sie genauso hoch wie auf der Erde und nimmt zum Rand hin gleichmäßig ab, erst langsam, dann immer schneller. 50000 km vom Mittelpunkt entfernt beträgt sie nur noch 86,6%, 75000 km entfernt ist sie auf etwa 70% gefallen, und 90000 km entfernt beträgt sie nur noch 43,6%. Das führt dazu, dass die Wesen näher am Rand allgemein größer werden und schwerere Lasten tragen können.

Der Wind weht im Uhrzeigersinn und erzeugt so auch die Meeresströmungen. Im Süden ist er entsprechend heiß und nimmt große Mengen Feuchtigkeit auf, die er dann im Westen abregnet. Im Norden kühlt er dann ab, bis er die ganze Feuchtigkeit abgegeben hat, und weht weiter über die Osthälfte (die völlig trocken bleibt) zurück in den Süden, wobei er sich wieder erwärmt. Dann kann der Kreislauf von vorne beginnen.

Im Südwesten liegt der erste größere Kontinent. Er besteht hauptsächlich aus tropischem Regenwald. Weiter westlich gibt es keine größeren Kontinente mehr. Im Zentrum liegt ein größerer Ozean mit der Schöpfungsinsel im Mittelpunkt. Er ist etwa so groß wie der Atlantik, aber eher rund als langgezogen. Er ist im Norden und Süden mit weiteren Ozeanen verbunden. Über diese strömt wärmeres bzw. kälteres Wasser vom Süden bzw. Norden herein und sorgt dafür, dass die südlichen Länder um den Zentralozean wärmer, die nördlichen etwas kälter sind als normalerweise auf diesem Breitengrad. Am Äquator vermischen sich die beiden Strömungen dann, was eine direkte Überquerung des Zentralozeans sehr gefährlich macht. Aus diesem Grund hat auch noch niemand die Schöpfungsinsel entdeckt.

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