Die Provinzen der Weltregierung

Offiziell ist die gesamte Erde noch ein Teil des Weltstaates, der von Neu-Bonn aus regiert wird. Praktisch sind nur noch 25% der Erde, von der Fläche her gerechnet, wirklich in der Hand der Weltregierung, und 5 weitere Prozent stehen mit ihr in einigermaßen gutem Kontakt. Die Provinzen sind in einer schwierigen Situation: Sie sind in Tausende von Teilen über die ganze Erde verstreut, und haben auch nicht, wie die Staaten der Magier, die Möglichkeit, durch Magie in Kontakt zu bleiben. Dank Sende- und Empfangsanlagen besteht zwar immerhin die Kommunikation weiter (wenigstens in den Staaten, die noch welche haben), aber von einer Provinz in die andere zu reisen, ist nur schwer möglich, denn wie gesagt, Magie verträgt sich nicht mit höherer Technik, und von daher scheiden Flugverkehr und Eisenbahn von vornherein aus. Mit Schiffen oder Kraftfahrzeugen durch magische Gebiete zu fahren, ist mit Glück weiterhin möglich, aber das Risiko ist hoch - ein großer Teil bleibt bei einer Fahrt liegen.

Die Provinzen werden noch so wie vor dem Krieg regiert - es gibt verschiedene Ebenen der Regierung, von den Kommunen und Stadtteilen bis zu den Kontinenten. Die Regierungen werden demokratisch gewählt, und es herrscht Gewaltenteilung. Die Provinzen sind nicht zentralistisch organisiert, alle Kommunen, Städte, Bezirke, Regionen und Länder entscheiden ihre Angelegenheiten selbst, und nur die wichtigsten Fragen müssen auf höherer Ebene gelöst werden. Allerdings ist es im Krieg und Katastrophenfall möglich, die Demokratie kurzzeitig außer Kraft zu setzen, was dann auch häufig passiert und lange dauern kann. Mit anderen Worten: Die Provinzen sind größtenteils meistens eine Militärregierung mit demokratischer Fassade.

Beim Militär gibt es in den Provinzen eine Besonderheit: Es existieren zwei Armeen gleichzeitig. Die eine ist die Gen-Armee; sie ist allein zuständig für den Kampf gegen die Magier. Ihre Soldaten sind geschult im Kampf mit primitiven Waffen, vom Kurzschwert bis zur Armbrust, und im Waffenlosen Kampf. Die andere ist die Cyber-Armee; sie ist für die innere Sicherheit zuständig und überwacht auch die Gen-Armee. In den Provinzen ist die Cyber-Armee durch ihre Technik natürlich der Gen-Armee weit überlegen; in einem Gebiet, wo es viele Magier gibt, sieht das Verhältnis total anders aus. Zwischen den beiden Armeen herrscht eine gewisse Eifersucht. Die Gen-Armee stellt zwar den einzigen einigermaßen wirksamen Schutz gegen die Magier dar, und ist auch in der Lage, Erfolge an der Front aufzuweisen, aber in den Provinzen macht sie neben der Cyber-Armee eine schlechte Figur. Die Cyber-Armee leidet dafür darunter, dass die Gen-Armee im Volk beliebter ist; die Gen-Armeesoldaten werden als Helden verehrt, die Cyber-Armee dagegen wird nicht zu Unrecht als Unterdrückerin von Freiheit und Demokratie angesehen.

Die größte Stärke der Provinzen ist ihre Technik - sie nützt zwar wenig gegen Magie, aber sie verschafft den Bewohnern immerhin den höchsten Lebensstandard der Erde. Allerdings gibt es eine Ausnahme, nämlich die Genmanipulation. Mit ihrer Hilfe war die Weltregierung in der Lage, Super-Soldaten zu schaffen, die ein gewisses Gegengewicht zu der Macht der Magier und ihrer Monster-Armeen darstellen.

Die größte Schwäche der Provinzen ist natürlich ihr Mangel an Magie - die Weltregierung hat im Dritten Weltkrieg drei Viertel der Erde an die beiden magischen Imperien verloren, und wahrscheinlich würde es für sie noch schlimmer aussehen, wenn sich die beiden Gruppen der Magier nicht ständig auch gegenseitig bekämpft hätten.

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