Rolemaster 2222 - Die Vorgeschichte

Zusammenfassung der Weltgeschichte ab dem Jahr 2000:

2000-2050: Im Zeichen der Globalisierung und der zunehmenden Probleme, mit denen die einzelnen Staaten allein nicht mehr fertig werden, kommt es zum Aufbau von supranationalen Organisationen wie der EU, aber auch der NAFTA, dem ASEAN, der Arabischen Liga und der GUS, denen immer mehr Rechte von den Nationalstaaten übertragen werden. Am Ende bilden sich mehrere neue Machtblöcke, die sich misstrauisch, wenn auch nicht unbedingt wirklich feindlich gegenüber stehen. Die Computer im Allgemeinen und das Internet im Besonderen breiten sich weiterhin mit explosionsartiger Geschwindigkeit aus und dringen in alle Lebensbereiche vor. Auch die Genmanipulation wird trotz des Widerstandes von verschiedenen Seiten immer mehr für Medizin und Landwirtschaft genutzt. Noch entscheidender wird aber die Nanotechnologie. Durch die Miniaturisierung von Maschinen wird es möglich, sämtliche Waren, die die Menschheit benötigt, mit geringstem Aufwand herzustellen. Damit ist die Menschheit endlich in der Lage, Armut, Krankheiten, Umweltverschmutzung und andere Probleme wirksam zu bekämpfen. Da der Energiebedarf weiter anwächst und mit fossilen Brennstoffen und Kernenergie auch nicht allein gedeckt werden kann, werden Sonnen- und geothermische Energie groß ausgebaut. Am Ende, als auch hier Grenzen sichtbar werden, beginnen die Blöcke mit dem Bau von Mikrowellenkraftwerken im Orbit.

2049: Bei einer Konferenz, die in der ehemaligen deutschen Hauptstadt und jetzigem UN-Sonderorganisationssitz Bonn stattfindet, beschließen die westlichen Staaten, eine gemeinsame Mondsiedlung zu bauen. Nach langen Diskussionen über den Namen beschließt man den Kompromiss, sie nach dem Verhandlungsort Bonn zu benennen, nachdem New Caracas, New Washington, New Brussels, Mahatma City und New Lagos abgelehnt worden sind. Die anderen Machtblöcke ziehen nach und gründen New Beijing, New Mekka und New Singapore.

2050-2100: Durch die neuen Großprojekte der Menschheit, die eine Zusammenarbeit einfach voraussetzen, kommt es nach jahrzehntelangen Verhandlungen und Vorbereitungen zur Vereinigung der Blöcke zum Weltstaat, der die Erde und den Mond umfasst. Die neue Regierung beschließt den Aufbau von immer mehr Mondsiedlungen und -bergwerken. Neu-Bonn wächst rasch zur größten Stadt im Sonnensystem heran. Am Ende der Besiedlung steht die Stadt Gotospace ("go to space"), an deren Rändern ein riesiger Raumflughafen entsteht. Wie der Name schon sagt, soll die Stadt das Sprungbrett zur Eroberung des restlichen Sonnensystems darstellen. Es ist geplant, in Zukunft den ganzen interplanetaren Reiseverkehr von hier aus abzuwickeln.

2100-2200: Die Besiedlung des Mondes geht weiter. Dafür wird die Erde immer mehr zu einem Resort für reiche Leute und Touristen. Nachdem die Geburtenrate rapide gefallen ist und die Menschheit beginnt, zu schrumpfen, beschließt die Weltregierung, in Zukunft Babys in neuen Geburtszentren auf die Welt zu bringen und anschließend auch zu nach den neusten wissenschaftlichen Methoden zu erziehen. Damit ist auch der Weg frei für die weitere gentechnische Verbesserung des Menschen weit über früher Denkbares hinaus. Durch die Entwicklung der Computer ist man nun auch in der Lage, Menschen Computerteile einzubauen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Künstliche, stärkere Körperteile, Cyberaugen mit Nachtsicht, Datenchips, mit denen das menschliche Gedächtnis künstlich erweitert werden kann...

2175: Bei einem weit fortgeschrittenen Experiment, bei dem Gentechniker, KI-Fachleute und andere Wissenschaftler zusammenarbeiten, um weiteres Potential zu wecken, geschieht etwas Unvorhergesehenes: Die neu entwickelten Menschen sind magisch begabt, was aber noch nicht sofort deutlich wird. Dies geschieht erst später, als sie erwachsen sind.

2196: Ein neues Metall, das erste stabile Transuran, wird entwickelt. Da die Techniker erstens u.a. Silber als Ausgangsstoff benutzt haben und zweitens Tolkien-Nostalgiker sind, nennen sie das neue Element inoffiziell Mithril. Später wird es überall auf der Welt unter diesem Namen bekannt werden.

2197: Im Nuklearlabor LÄN in Stockholm wird das zweite stabile Transuran entdeckt. Es ist völlig durchsichtig, noch härter als Mithril und erhält den Namen Laenium, umgangssprachlich Laen.

2198: Im Nuklearlabor EOG wird das dritte stabile Transuran entdeckt und Eogium bzw. Eog genannt.

2199: Ein junger Wissenschaftler auf dem Mond entdeckt das vierte stabile Transuran und nennt es nach seiner Freundin Kregora.

2200: Die Bevölkerung auf Erde und Mond beträgt zusammen 300 Milliarden Menschen. Nun kommt es zu einem völlig unerwarteten Evolutionssprung: Eine Anzahl Menschen, die 2175 geklont worden sind, verfügen über völlig neue, bisher naturwissenschaftlich nicht für möglich gehaltene Kräfte. Das ist der Ausbruch der Magie, der die Welt völlig verändern wird. Leider stellt sich bald heraus, dass die neue Magie Elektronik und vor allem Computer stört und sogar zerstören kann. Auf der Erde führt das schon zu genug Problemen, auf dem Mond, wo alles von weit fortgeschrittenen Maschinen abhängt, ist so etwas natürlich nicht hinzunehmen. Es kommt zum ersten Mal seit langer Zeit zu heftigen Diskussionen im Weltparlament. Am Ende wird die Menschheitsverfassung um einen umstrittenen Artikel erweitert, der besagt, dass die Magie eine zerstörerische Kraft ist und deshalb nicht geduldet werden kann. Eine Abgeordnete der libertinistischen Partei, Alberta Gallatin, die selbst magische Kräfte hat, kämpft am heftigsten dagegen, und wird am Ende aus dem Parlament ausgeschlossen. Den Magiern wird die Option gegeben, ihre neue Kraft entweder nicht zu benutzen, oder bestraft zu werden. Allerdings schaffen es viele, ihre Kraft erfolgreich zu verbergen, so dass sie einige Jahre später, ohne Verdacht zu erregen, in den Kampf auf der Erde eingreifen können.

2201: Nach einem Jahr Forschung, während dem Wissenschaftler versucht haben, ein Mittel gegen die Magie zu finden, kommt als Ergebnis nur heraus, dass die neu entdeckten Elemente (Mithril, Laen, Eog, Kregora) in der Lage sind, Magie wirksam abzuschirmen. Diese Elemente sind aber sehr teuer und schwer herzustellen, auch mit neuesten Metoden, und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben. Das Weltparlament beschließt die Verbannung als Strafe für Magier, die ihre Kraft trotz Verbot weiter nutzen. Als Verbannungsorte werden auch einige weit abgelegene Mondgebiete benutzt, aber da hier der Platz bereits knapp ist, werden die meisten Magier auf die Erde geschickt.

2202: Aufbau von Spezialgefängnissen auf der Erde. Die meisten liegen in den Naturparks der übriggebliebenen Wüsten oder der Arktis und Antarktis. Ein Gefängnis auf Island, bei Hel, wird später berühmt-berüchtigt werden.

2206: In New York findet ein Kongress der freien Magier statt, noch mit der Absicht, Verständigung aufzubauen und die Regierung zu überzeugen, das neue Potential zu nutzen. Auch Alberta Gallatin nimmt daran teil. Verhandlungen bleiben erfolglos, da die Regierung der Meinung ist, Magie könnte Technik nicht ersetzen. Damit beginnt eine tödliche Feindschaft zwischen Regierung und Magiern.

2209: In den Magiergefängnissen findet ein Aufstand für bessere Behandlung und mehr Rechte statt. Die Weltregierung lässt den Aufstand niederschlagen. Dabei erleiden aber die Sicherheitstruppen sehr hohe Verluste, und als Reaktion ordnet die Regierung eine extreme Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen an. Die eingesperrten Magier werden in totale Isolationshaft gesteckt, wie sie zur Zeit der Jahrtausendwende für die allergefährlichsten Verbrecher üblich war. Die Magier scheinen damit besiegt zu sein, aber in den Köpfen ihrer Anführer reift bereits ein Plan. Nach den geschilderten Ereignissen wollen sie Rache, und durch die radikale Isolationshaft werden viele von ihnen zu Psychopaten, die zu allem fähig sind.

2212: Einige Anführer der Magier verschwinden über Nacht aus ihren Zellen. Eine Überprüfung ergibt, dass keine Mithilfe von außen bestand. Tatsächlich sind die Magier in eine Paralleldimension geflüchtet, von wo aus sie weiter für die Magie arbeiten. Die Paralleldimension bleibt ein Rätsel, auch für andere Magier. Fest steht nur, dass sich die Entkommenen dort in eine Art höhere Wesen verwandelt haben.

2213: Von den Wesen aus der Paralleldimension angestiftet, erheben sich die Magier und brechen aus dem Gefängnis in Island aus. Sie benutzen ihre Kräfte, um einige riesige Vulkanausbrüche herbeizuführen. Als Ergebnis ist die ganze Insel von Lava überschwemmt, und ihre Bevölkerung tot oder geflohen oder gefangen. Aber die Magier haben sich Zufluchtsstätten unter den Lavamassen geschaffen, wo sie unentdeckt bleiben, obwohl die Armee nach ihnen sucht. Am Ende des Jahres steht die Ausrufung des unabhängigen Staates von Hel, der ersten Magokratie der Welt. Zum ersten Mal seit über einem Jahrhundert ist die Menschheit offiziell gespalten. Viele Magier auf dem Mond, die sich bis jetzt nicht zu erkennen gegeben haben, reisen nun zur Erde, einige sogar in der Armee, und laufen dann zu den anderen Magiern über.

2214: Die Weltregierung beschließt als Vergeltung für den Massenmord die Invasion von Island und Tötung aller Magier dort und außerdem all derer, die in Zukunft ihre Kraft für irgendeinen Zweck anwenden. Aber die Zauberer haben vorgesorgt. Die freien Magier von Hel befreien die anderen, bevor sie getötet werden können, und stärken so ihre Reihen. Trotzdem ist ihre Lage schwierig: Die Weltregierung lässt Truppen in Europa und Nordamerika Stellung nehmen. Es ist leicht ersichtlich, dass sie schon in kurzer Zeit mit einigen Millionen Mann gegen die Magier antreten können, und ihre Reserven auf dem Mond sind praktisch unbegrenzt.

Der magische Vorhang, die neue Sintflut und das magische Schisma

In dieser Lage rufen die Magier ihre "Götter", d.h die Magier in der anderen Dimension um Hilfe an. Diese geben ihnen einen Rat: Wenn sie mit vereinten Kräften ein großes Ritual durchführen, werden sie dadurch einen magischen Schutzwall um die ganze Erde herum aufbauen können. Dieser Schutzwall würde bewirken, dass die Raumschiffe nicht mehr vom Orbit auf die Erde fliegen könnten, sondern abstürzen müssten, da ja die Magie ihre Technik stören würde. Bedingung für dieses Ritual ist allerdings, dass 1. alle Magier der Erde daran teilnehmen und 2. alle Magier auch in Zukunft ständig magische Energie aufbringen, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Dadurch würde die ihnen verfügbare Magie etwas abnehmen, aber immer noch stark bleiben. Alle Magier werden mit Hilfe von Telepatie von dem Plan unterrichtet und sind auch einverstanden, da es für sie die einzige Möglichkeit zu sein scheint. Bald darauf wird das Ritual durchgeführt, und von da an sind Erde und Mond durch einen magischen Vorhang getrennt. Der Plan der Götter ist aufgegangen. Aber die Aktion hat unerwartete Nebenwirkungen: Sie lässt einige hundert bis dahin erloschenen Vulkane des mittelatlantischen Rückens auf einmal ausbrechen. An dieser Stelle entsteht bald darauf aus den emporsteigenden Lavamassen der neue Kontinent von Azorien. Eine riesige, kilometerhohe Flutwelle überschwemmt Westeuropa und die nordamerikanische Ostküste und reißt einige hunderttausend Quadratkilometer Land für immer ins Meer. Hunderte von Millionen von Menschen sind tot, die Invasionsarmee ist vernichtet, die Weltregierung kann nur fassungslos zusehen. Als Rache verkündet sie nun die Tötung aller Magier, die jetzt noch aufgefunden werden.

Allerdings hat diese Katastrophe einige gut gesinnte Magier von Hel schockiert, und sie verlangen jetzt im Rat der Magier, zu versuchen, doch noch eine friedliche Lösung zu finden. Die Magier der Erde spalten sich bei dieser Forderung in zwei Lager: Die einen wollen die Technik auf der ganzen Erde zerstören und die Nichtmagier unterwerfen und versklaven, die anderen treten für eine Zusammenarbeit mit den nicht-zauberkundigen Menschen ein. Im magischen Rat kommt es zu heftigsten Diskussionen, ähnlich wie vor einigen Jahren im Weltparlament, und wieder kämpft Alberta Gallatin für eine Verständigung, und wieder verliert sie. Sie und ihre Anhänger, die sich "Libertinisten" nennen, werden schließlich zu Ketzern erklärt und aus Hel verbannt. Hintergedanke des magischen Rates dabei ist, dass die Libertinisten jetzt den Kampf mit den Truppen der Weltregierung aufnehmen müssen und dabei wohl zu der Überzeugung kommen werden, dass es für sie das Beste ist, wenn sie sich wieder dem Weltkaiser anschließen. Aber die Libertinisten gehen einen anderen Weg: Sie besetzen, unbeachtet von der Weltregierung und den bösen Magiern, das unbewohnte Azorien, rufen das neue Atlantis aus, und bauen hier ihren Staat auf. Ihr Ziel ist es, sowohl gegen die Ziele der Magier von Hel, die eine Diktatur der Magier errichten wollen, als auch gegen die der Weltregierung, die jetzt erst recht unbarmherzig gegen die Magier aus beiden Lagern vorgeht, zu kämpfen. Allerdings helfen sie auch weiterhin mit, den magischen Schutzwall aufrechtzuerhalten, solange die Weltregierung nicht zum Frieden bereit ist.

2214-18: Der Dritte Weltkrieg. Als erstes landet eine Gruppe von "Hellern", wie die Armeen des Bösen genannt werden, in Nordost-Brasilien. Da die Geräte und Waffen ihrer Gegner durch die magische Strahlung gestoppt werden, kommen sie rasch voran und besetzen fast ganz Brasilien. Erst vor Rio werden sie gestoppt.

Zwischenepisode: Die Amazonen

Einer der Oberbefehlshaber der Heller lässt in einer Stadt, die Widerstand geleistet hat, zur Strafe alle Männer umbringen. Die Bewohnerinnen erheben sich, nachdem er weitergezogen ist, in seinem Rücken, schlagen zurück und töten ihn und kämpfen dann weiter. So entsteht der Orden der Amazonen. Dieser wird sich später über ganz Amerika sowie Teile von Afrika und Europa ausbreiten.

Als Maßnahme gegen die Magier müssen alle Seiten alte Nah- und Fernkampfwaffen bauen sowie Fallen, die nicht beim ersten Anzeichen von Magie kaputt gehen. Neue Menschen- und Tierrassen werden von den Magiern gezüchtet, um gegen die Gen-Soldaten der Weltregierung ankämpfen zu können.

Zwischenepisode: Die Dungeons

Es passiert während dem Krieg immer wieder, dass sich eine Armee zurückziehen muss und nicht in der Lage ist, alle wichtigen Sachen aus einer Stadt zu retten. Darum wird ein anderer Weg gewählt: In alten Bergwerken, Bunkern, U-Bahnsystemen, Kanalisationen und natürlichen Höhlen werden viele Artefakte, Zauberbücher, Schriftrollen, Geheimdokumente und andere Reichtümer versteckt und mit Fallen, Magie, Monstern und Elitekämpfern geschützt. Der Hintergedanke dabei ist natürlich, später zurückzukommen und die Schätze wieder zu holen. So entstehen die Dungeons, deren Schätze meist unentdeckt bleiben und auf mutige Abenteurer warten. Grund: Ihre Sicherheitsmaßnahmen sind so ausgeklügelt, dass praktisch nur ihre Erfinder in der Lage sind, ungefährdet in die Dungeons hinabzusteigen und wieder mit der Beute zurückzukommen. In dem Chaos des Krieges sterben aber viele dieser Erfinder, laufen zum Feind über, werden gefangengenommen oder verschwinden auf andere Weise. Oder sie haben ihr Gedächtnis verloren, sind wahnsinnig geworden oder einfach nicht in der Lage, zu ihren Dungeons zurückzukehren, weil diese inzwischen weit entfernt in Feindesland liegen.

Inzwischen haben auch die Magier von Atlantis ihre Herrschaft stabilisiert, und so landet eine atlantische Armee im Rücken der Heller in der Gegend von Surinam und schafft es, ein großes Gebiet zu erobern. Als nächstes greifen die Heller aber in Afrika und Nordamerika an und dehnen ihr Gebiet immer weiter aus. Die Armee der Weltregierung wird immer weiter zurückgeschlagen, da ihre Waffen und anderen Geräte durch die immer höheren Magieemissionen zerstört werden und nicht mehr funktionieren. Die Weltregierung weist das Angebot der guten Magier, untereinander Frieden zu schließen, zurück, so dass es nun endgültig zu einem Dreifrontenkrieg kommt. Später entstehen ständig wechselnde Bündnisse, die die Lage weiter verkomplizieren. Durch Aufstände und Landungen der Feinde im rückwärtigen Gebiet oder teleportierte Magier werden alle drei immer wieder in ihrem Vormarsch (bei der Weltarmee Rückzug) gestört, die Fronten werden von Tag zu Tag komplizierter. Japan wird im Lauf des Krieges fast völlig verwüstet und fällt auf das Niveau des Mittelalters zurück. Im letzten Jahr des Krieges erklären sich immer mehr kleinere Länder unter den örtlichen Oberbefehlshabern für unabhängig, da ihre Soldaten einfach nicht weiter kämpfen wollen. Diese Gebiete nehmen schließlich zehn Prozent der Erdoberfläche ein. Am Ende wird der Krieg nur beendet, weil alle Seiten am Ende ihrer Kräfte und müde vom Krieg sind. Die Probleme und Meinungsverschiedenheiten sind nicht gelöst, dafür wurden auf der Erde chaotische Verhältnisse geschaffen, die schlimmer sind als je zuvor. Die Gebiete der drei Lager liegen bunt gemischt nebeneinander, durcheinander und ineinander, in Zehntausende von Teilen zersplittert. In der Folgezeit gibt es immer wieder kleine Kriege, Kämpfe, Konflikte und geheime Missionen untereinander.

2222: Die Gegenwart.

Die nordamerikanische Westküste von Seattle bis zum Silicon Valley bleibt das Rückzugsgebiet der Techniker und heißt jetzt allgemein Technotopia. Dieses Land ist das größte zusammenhängende Gebiet, das noch in den Händen der Weltregierung ist. Obwohl Kriegsschäden hier unübersehbar sind und Soldaten zum Alltagsbild gehören, hat sich hier noch am wenigsten verändert. Hauptstadt ist Salem im ehemaligen US-Staat Oregon. Der Regierungspalast ist an allen Stellen mit Mithril gepanzert und wird daher für uneinnehmbar durch die Magier gehalten. Unter der Stadt liegen die größten nichtmagischen Labors der Erde. In den kleineren Gebieten, die sich zur Weltregierung bekennen, kehrt auch jetzt keine echte Ruhe ein, da ständig mit einem Angriff der Magier gerechnet werden muss. Oft genug findet so ein Angriff auch statt. Indien ist vielleicht noch stärker zersplittert als die übrige Welt, aber durch seinen Bevölkerungsreichtum, seine Felder und die relativ hohe Anzahl der Magier wird es dennoch zu einer Art Zentrum der Erde, in dem Sinn, wie es früher Europa oder Nordamerika war. Auch der Rio de Janeiro-São Paulo-Buenos Aires-Megaplex in Südamerika und die Region um Nigeria in Afrika erreichen überregionale Bedeutung. Europa und Nordamerika liegen dagegen am Boden.

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