2049: Bei einer Konferenz, die in der ehemaligen deutschen Hauptstadt und jetzigem UN-Sonderorganisationssitz Bonn stattfindet, beschließen die westlichen Staaten, eine gemeinsame Mondsiedlung zu bauen. Nach langen Diskussionen über den Namen beschließt man den Kompromiss, sie nach dem Verhandlungsort Bonn zu benennen, nachdem New Caracas, New Washington, New Brussels, Mahatma City und New Lagos abgelehnt worden sind. Die anderen Machtblöcke ziehen nach und gründen New Beijing, New Mekka und New Singapore.
2050-2100: Durch die neuen Großprojekte der Menschheit, die eine Zusammenarbeit einfach voraussetzen, kommt es nach jahrzehntelangen Verhandlungen und Vorbereitungen zur Vereinigung der Blöcke zum Weltstaat, der die Erde und den Mond umfasst. Die neue Regierung beschließt den Aufbau von immer mehr Mondsiedlungen und -bergwerken. Neu-Bonn wächst rasch zur größten Stadt im Sonnensystem heran. Am Ende der Besiedlung steht die Stadt Gotospace ("go to space"), an deren Rändern ein riesiger Raumflughafen entsteht. Wie der Name schon sagt, soll die Stadt das Sprungbrett zur Eroberung des restlichen Sonnensystems darstellen. Es ist geplant, in Zukunft den ganzen interplanetaren Reiseverkehr von hier aus abzuwickeln.
2100-2200: Die Besiedlung des Mondes geht weiter. Dafür wird die Erde immer mehr zu einem Resort für reiche Leute und Touristen. Nachdem die Geburtenrate rapide gefallen ist und die Menschheit beginnt, zu schrumpfen, beschließt die Weltregierung, in Zukunft Babys in neuen Geburtszentren auf die Welt zu bringen und anschließend auch zu nach den neusten wissenschaftlichen Methoden zu erziehen. Damit ist auch der Weg frei für die weitere gentechnische Verbesserung des Menschen weit über früher Denkbares hinaus. Durch die Entwicklung der Computer ist man nun auch in der Lage, Menschen Computerteile einzubauen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Künstliche, stärkere Körperteile, Cyberaugen mit Nachtsicht, Datenchips, mit denen das menschliche Gedächtnis künstlich erweitert werden kann...
2175: Bei einem weit fortgeschrittenen Experiment, bei dem Gentechniker, KI-Fachleute und andere Wissenschaftler zusammenarbeiten, um weiteres Potential zu wecken, geschieht etwas Unvorhergesehenes: Die neu entwickelten Menschen sind magisch begabt, was aber noch nicht sofort deutlich wird. Dies geschieht erst später, als sie erwachsen sind.
2196: Ein neues Metall, das erste stabile Transuran, wird entwickelt. Da die Techniker erstens u.a. Silber als Ausgangsstoff benutzt haben und zweitens Tolkien-Nostalgiker sind, nennen sie das neue Element inoffiziell Mithril. Später wird es überall auf der Welt unter diesem Namen bekannt werden.
2197: Im Nuklearlabor LÄN in Stockholm wird das zweite stabile Transuran entdeckt. Es ist völlig durchsichtig, noch härter als Mithril und erhält den Namen Laenium, umgangssprachlich Laen.
2198: Im Nuklearlabor EOG wird das dritte stabile Transuran entdeckt und Eogium bzw. Eog genannt.
2199: Ein junger Wissenschaftler auf dem Mond entdeckt das vierte stabile Transuran und nennt es nach seiner Freundin Kregora.
2200: Die Bevölkerung auf Erde und Mond beträgt zusammen 300 Milliarden Menschen. Nun kommt es zu einem völlig unerwarteten Evolutionssprung: Eine Anzahl Menschen, die 2175 geklont worden sind, verfügen über völlig neue, bisher naturwissenschaftlich nicht für möglich gehaltene Kräfte. Das ist der Ausbruch der Magie, der die Welt völlig verändern wird. Leider stellt sich bald heraus, dass die neue Magie Elektronik und vor allem Computer stört und sogar zerstören kann. Auf der Erde führt das schon zu genug Problemen, auf dem Mond, wo alles von weit fortgeschrittenen Maschinen abhängt, ist so etwas natürlich nicht hinzunehmen. Es kommt zum ersten Mal seit langer Zeit zu heftigen Diskussionen im Weltparlament. Am Ende wird die Menschheitsverfassung um einen umstrittenen Artikel erweitert, der besagt, dass die Magie eine zerstörerische Kraft ist und deshalb nicht geduldet werden kann. Eine Abgeordnete der libertinistischen Partei, Alberta Gallatin, die selbst magische Kräfte hat, kämpft am heftigsten dagegen, und wird am Ende aus dem Parlament ausgeschlossen. Den Magiern wird die Option gegeben, ihre neue Kraft entweder nicht zu benutzen, oder bestraft zu werden. Allerdings schaffen es viele, ihre Kraft erfolgreich zu verbergen, so dass sie einige Jahre später, ohne Verdacht zu erregen, in den Kampf auf der Erde eingreifen können.
2201: Nach einem Jahr Forschung, während dem Wissenschaftler versucht haben, ein Mittel gegen die Magie zu finden, kommt als Ergebnis nur heraus, dass die neu entdeckten Elemente (Mithril, Laen, Eog, Kregora) in der Lage sind, Magie wirksam abzuschirmen. Diese Elemente sind aber sehr teuer und schwer herzustellen, auch mit neuesten Metoden, und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben. Das Weltparlament beschließt die Verbannung als Strafe für Magier, die ihre Kraft trotz Verbot weiter nutzen. Als Verbannungsorte werden auch einige weit abgelegene Mondgebiete benutzt, aber da hier der Platz bereits knapp ist, werden die meisten Magier auf die Erde geschickt.
2202: Aufbau von Spezialgefängnissen auf der Erde. Die meisten liegen in den Naturparks der übriggebliebenen Wüsten oder der Arktis und Antarktis. Ein Gefängnis auf Island, bei Hel, wird später berühmt-berüchtigt werden.
2206: In New York findet ein Kongress der freien Magier statt, noch mit der Absicht, Verständigung aufzubauen und die Regierung zu überzeugen, das neue Potential zu nutzen. Auch Alberta Gallatin nimmt daran teil. Verhandlungen bleiben erfolglos, da die Regierung der Meinung ist, Magie könnte Technik nicht ersetzen. Damit beginnt eine tödliche Feindschaft zwischen Regierung und Magiern.
2209: In den Magiergefängnissen findet ein Aufstand für bessere Behandlung und mehr Rechte statt. Die Weltregierung lässt den Aufstand niederschlagen. Dabei erleiden aber die Sicherheitstruppen sehr hohe Verluste, und als Reaktion ordnet die Regierung eine extreme Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen an. Die eingesperrten Magier werden in totale Isolationshaft gesteckt, wie sie zur Zeit der Jahrtausendwende für die allergefährlichsten Verbrecher üblich war. Die Magier scheinen damit besiegt zu sein, aber in den Köpfen ihrer Anführer reift bereits ein Plan. Nach den geschilderten Ereignissen wollen sie Rache, und durch die radikale Isolationshaft werden viele von ihnen zu Psychopaten, die zu allem fähig sind.
2212: Einige Anführer der Magier verschwinden über Nacht aus ihren Zellen. Eine Überprüfung ergibt, dass keine Mithilfe von außen bestand. Tatsächlich sind die Magier in eine Paralleldimension geflüchtet, von wo aus sie weiter für die Magie arbeiten. Die Paralleldimension bleibt ein Rätsel, auch für andere Magier. Fest steht nur, dass sich die Entkommenen dort in eine Art höhere Wesen verwandelt haben.
2213: Von den Wesen aus der Paralleldimension angestiftet, erheben sich die Magier und brechen aus dem Gefängnis in Island aus. Sie benutzen ihre Kräfte, um einige riesige Vulkanausbrüche herbeizuführen. Als Ergebnis ist die ganze Insel von Lava überschwemmt, und ihre Bevölkerung tot oder geflohen oder gefangen. Aber die Magier haben sich Zufluchtsstätten unter den Lavamassen geschaffen, wo sie unentdeckt bleiben, obwohl die Armee nach ihnen sucht. Am Ende des Jahres steht die Ausrufung des unabhängigen Staates von Hel, der ersten Magokratie der Welt. Zum ersten Mal seit über einem Jahrhundert ist die Menschheit offiziell gespalten. Viele Magier auf dem Mond, die sich bis jetzt nicht zu erkennen gegeben haben, reisen nun zur Erde, einige sogar in der Armee, und laufen dann zu den anderen Magiern über.
2214: Die Weltregierung beschließt als Vergeltung für den Massenmord die Invasion von Island und Tötung aller Magier dort und außerdem all derer, die in Zukunft ihre Kraft für irgendeinen Zweck anwenden. Aber die Zauberer haben vorgesorgt. Die freien Magier von Hel befreien die anderen, bevor sie getötet werden können, und stärken so ihre Reihen. Trotzdem ist ihre Lage schwierig: Die Weltregierung lässt Truppen in Europa und Nordamerika Stellung nehmen. Es ist leicht ersichtlich, dass sie schon in kurzer Zeit mit einigen Millionen Mann gegen die Magier antreten können, und ihre Reserven auf dem Mond sind praktisch unbegrenzt.
Allerdings hat diese Katastrophe einige gut gesinnte Magier von Hel schockiert, und sie verlangen jetzt im Rat der Magier, zu versuchen, doch noch eine friedliche Lösung zu finden. Die Magier der Erde spalten sich bei dieser Forderung in zwei Lager: Die einen wollen die Technik auf der ganzen Erde zerstören und die Nichtmagier unterwerfen und versklaven, die anderen treten für eine Zusammenarbeit mit den nicht-zauberkundigen Menschen ein. Im magischen Rat kommt es zu heftigsten Diskussionen, ähnlich wie vor einigen Jahren im Weltparlament, und wieder kämpft Alberta Gallatin für eine Verständigung, und wieder verliert sie. Sie und ihre Anhänger, die sich "Libertinisten" nennen, werden schließlich zu Ketzern erklärt und aus Hel verbannt. Hintergedanke des magischen Rates dabei ist, dass die Libertinisten jetzt den Kampf mit den Truppen der Weltregierung aufnehmen müssen und dabei wohl zu der Überzeugung kommen werden, dass es für sie das Beste ist, wenn sie sich wieder dem Weltkaiser anschließen. Aber die Libertinisten gehen einen anderen Weg: Sie besetzen, unbeachtet von der Weltregierung und den bösen Magiern, das unbewohnte Azorien, rufen das neue Atlantis aus, und bauen hier ihren Staat auf. Ihr Ziel ist es, sowohl gegen die Ziele der Magier von Hel, die eine Diktatur der Magier errichten wollen, als auch gegen die der Weltregierung, die jetzt erst recht unbarmherzig gegen die Magier aus beiden Lagern vorgeht, zu kämpfen. Allerdings helfen sie auch weiterhin mit, den magischen Schutzwall aufrechtzuerhalten, solange die Weltregierung nicht zum Frieden bereit ist.
2214-18: Der Dritte Weltkrieg. Als erstes landet eine Gruppe von "Hellern", wie die Armeen des Bösen genannt werden, in Nordost-Brasilien. Da die Geräte und Waffen ihrer Gegner durch die magische Strahlung gestoppt werden, kommen sie rasch voran und besetzen fast ganz Brasilien. Erst vor Rio werden sie gestoppt.
Als Maßnahme gegen die Magier müssen alle Seiten alte Nah- und Fernkampfwaffen bauen sowie Fallen, die nicht beim ersten Anzeichen von Magie kaputt gehen. Neue Menschen- und Tierrassen werden von den Magiern gezüchtet, um gegen die Gen-Soldaten der Weltregierung ankämpfen zu können.
Inzwischen haben auch die Magier von Atlantis ihre Herrschaft stabilisiert, und so landet eine atlantische Armee im Rücken der Heller in der Gegend von Surinam und schafft es, ein großes Gebiet zu erobern. Als nächstes greifen die Heller aber in Afrika und Nordamerika an und dehnen ihr Gebiet immer weiter aus. Die Armee der Weltregierung wird immer weiter zurückgeschlagen, da ihre Waffen und anderen Geräte durch die immer höheren Magieemissionen zerstört werden und nicht mehr funktionieren. Die Weltregierung weist das Angebot der guten Magier, untereinander Frieden zu schließen, zurück, so dass es nun endgültig zu einem Dreifrontenkrieg kommt. Später entstehen ständig wechselnde Bündnisse, die die Lage weiter verkomplizieren. Durch Aufstände und Landungen der Feinde im rückwärtigen Gebiet oder teleportierte Magier werden alle drei immer wieder in ihrem Vormarsch (bei der Weltarmee Rückzug) gestört, die Fronten werden von Tag zu Tag komplizierter. Japan wird im Lauf des Krieges fast völlig verwüstet und fällt auf das Niveau des Mittelalters zurück. Im letzten Jahr des Krieges erklären sich immer mehr kleinere Länder unter den örtlichen Oberbefehlshabern für unabhängig, da ihre Soldaten einfach nicht weiter kämpfen wollen. Diese Gebiete nehmen schließlich zehn Prozent der Erdoberfläche ein. Am Ende wird der Krieg nur beendet, weil alle Seiten am Ende ihrer Kräfte und müde vom Krieg sind. Die Probleme und Meinungsverschiedenheiten sind nicht gelöst, dafür wurden auf der Erde chaotische Verhältnisse geschaffen, die schlimmer sind als je zuvor. Die Gebiete der drei Lager liegen bunt gemischt nebeneinander, durcheinander und ineinander, in Zehntausende von Teilen zersplittert. In der Folgezeit gibt es immer wieder kleine Kriege, Kämpfe, Konflikte und geheime Missionen untereinander.
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