Versuch einer kritischen Selbstanalyse

Worum geht es eigentlich in den KULT-Geschichten? Ich habe mir diese Frage schon selber oft gestellt, kann aber bis heute keine wirklich gute Antwort darauf geben, was ganz einfach daran liegt, dass es in den KULT-Geschichten einfach um ALLES geht.

Falls Ihr das für übertrieben haltet, frage ich mal so:
Was haben ein genialer israelischer Student, eine wunderschöne Femme Fatale aus Paris, ein supercooler Punkrocker aus Sydney, eine engagierte schwedische Dritte-Welt-Ärztin, ein spießiger deutscher Polizist, eine russische Kommunistin auf Rachefeldzug, ein netter südamerikanischer Rucksacktourist, eine verrückte lesbische japanische Automechanikerin, eine super-engagierte indische Journalistin, und ein schwarzer GI gemeinsam?
(Kurze Pause, atemhol) Sie alle spielen in den KULT-Geschichten mit. Und sie alle sind Menschen. Weiter nichts.

Was soll "KULT-Geschichten" eigentlich heißen?
Ich weiß, wenn man den Titel "KULT-Geschichten" das erste Mal hört, denkt man dabei vielleicht daran, dass sich hier ein Autor nur groß aufspielen will. Besonders, wenn er dann auch noch mit dem Spruch wirbt: "Sex, Action, Witze und Horror!"

Aber so ganz stimmt der Spruch natürlich nicht. Sicher, in den KULT-Geschichten geht es auch um Sex, aber nicht nur. Es findet viel Action statt, aber auch noch anderes. Es werden viele Witze gemacht, aber das ist nicht alles. Und es kommt viel Horror vor, aber trotzdem sind es nicht nur Horror-Geschichten.

Im Grunde geht es hier um 10 Menschen, die 10 Geschichten erleben, in einer Welt, wo das Chaos regiert, bevölkert von lauter verrückten Leuten. Aber ich mag sie trotzdem. ;-)

Warum Sex? Sex gehört einfach zum Leben dazu, und ich weiß nicht (bzw. sehe nicht ein), warum ich darauf verzichten sollte (wie es in vielen schlechten Geschichten und Filmen passiert). Nein, und natürlich gibt es nicht nur harten Sex, sondern auch echte Liebe und Romantik.
Warum Action? Mein Lieblingssprichwort ist: "Reden ist Silber, Schweigen ist Blech, Handeln ist Gold". Ja, richtig, und selbstverständlich kann Handeln auch anders aussehen, als mit einer MP in der Gegend herumzuballern.
Warum Witze? Eigentlich möchte man meinen, dass Witze in einer Horror-Geschichte einfach am falschen Platz sind. Trotzdem habe ich eine Menge davon eingebaut - einfach, weil der Horror so besser zu ertragen ist.
Warum Horror? Auf alles andere hätte ich auch verzichten können, auf Horror nicht. Immerhin fühle ich mich ein bisschen KULT (dem Rollenspiel) verpflichtet, das mich erst auf die Idee gebracht hat. Und darum bringe ich Horror, in allen Arten.
Als Schreibstil habe ich Universalismus gewählt, weil es der einzige war, der meiner Meinung nach richtig dafür geeignet ist.

Was bedeutet Universalismus?
Möglichst alles zu berücksichtigen, einerseits inhaltlicher / thematischer Maximalismus, andererseits stilistischer / erzählerischer Minimalismus. Falls Ihr schonmal ein bisschen in den KULT-Geschichten gelesen habt, wird es Euch schon aufgefallen sein: Ich packe alles rein, was ich finde und was mir einfällt, aber verzichte auf jedes "verschönernde", sprich: ausschmückende Stilmittel, das in der Geschichte der Literatur erfunden wurde. Auf diese Weise werden die Storys auch zum Horror für alle Anhänger der hohen Literatur ;-))... mal ganz abgesehen davon, dass ich auch noch die neue Rechtschreibung benutze... ;-))) naja, wenn schon Horror, dann richtig.

Nochmal: Warum so viele Figuren?
Wie schon gesagt, in den KULT-Geschichten geht es um ALLES, also war es nur folgerichtig, wenn ich als Protagonisten Figuren benutze, die stellvertretend für nicht mehr und nicht weniger als die ganze Menschheit stehen.

Nochmal: Warum KULT?
Wie gesagt, ursprünglich bin ich zu den KULT-Geschichten durch das Rollenspiel KULT inspiriert worden, das ich hier nicht in voller Länge beschreiben will. KULT kommt aus der Horror-Ecke (wer hätte was anderes erwartet?), bietet aber außerdem einen absolut ungewöhnlichen Hintergrund mit einer interessanten Philosophie. Mehr darüber auf meiner KULT-Seite.

Nochmal: Wieso die Geschichten?
Wie gesagt: Die KULT-Geschichten sind anarchisch, multikulturell, neu, und in ihnen kommt es zur Vernetzung von allem möglichen - von daher gesehen passen die KULT-Geschichten ganz gut ins Internet.

Zum Schluss will ich nur eins noch sagen: Ich habe versucht, mit den KULT-Geschichten ernsthafte und Unterhaltungsliteratur zu mischen. Die Beurteilung liegt ganz bei Euch.

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