Binahs Liktoren haben stärkeren Einfluss auf die Bevölkerung, d.h. auf die Juden, die noch religiös sind. Eine israelische Besonderheit ist das Oberrabbinat in Jerusalem, das von den Liktoren Binahs und Geburahs gemeinsam geleitet wird. Der Einfluss von Geburah ist ansonsten vergleichbar mit dem in anderen westlichen Ländern.
Unter den Juden in der Diaspora gibt es verhältnismäßig viele sehr gute Künstler und damit auch Anhänger (und Liktoren) von Tiphareth. In Israel selbst gibt es zwar etwas weniger große Künstler als in der Diaspora, aber dafür viele Journalisten, von denen einige für Tiphareth arbeiten, um ihr Netz weiter zu knüpfen und ihre Intrigen zu schmieden, aber auch, um Kontakte zu den Juden in der Diaspora (v.a. in den USA) aufzubauen und zu erhalten.
Die Bedeutung des Militärs ist in Israel sehr hoch (alle Israelis, Männer und Frauen, müssen einen Monat pro Jahr in der Armee dienen) und damit auch der Einfluss Netzachs. Netzachs Liktoren haben u.a. den Suezkrieg von 1956 und den Einmarsch in den Libanon 1982 provoziert, um die Israelis so von anderen Dingen abzulenken. Sie besitzen Verbindungen zu den Liktoren im Pentagon.
In Israel gibt es überdurchschnittlich viele Top-Wissenschaftler, daher ist Malkuths Einfluss dort sehr groß (oder ist es umgekehrt?). Vielleicht ist er hier sogar größer als irgendwo sonst auf der Welt. Dies hat seinen Ursprung in einer langen Tradition der geheimen und nichtgeheimen Wissenschaften unter den Juden, und damit wären wir schon beim nächsten Kapitel.
Erfunden bzw. entdeckt wurde sie von Abraham, der damals als erster Mensch die polytheistischen Religionen herausforderte, die Menschenopfer betrieben und von den Liktoren Chokmahs und Chagidiels angeführt wurden. Als Folge davon musste er fliehen (und blieb sein ganzes Leben auf der Flucht). Isaak (er war wohl nicht Abrahams Sohn, sondern eher sein Adoptivsohn / Schüler / Nachfolger) und dessen Sohn (oder so) Jakob führten sein Werk weiter fort. Seine Macht war bereits so groß, dass er die Mächte offen herausfordern konnte (in der Bibel wird diese Geschichte verfälscht erzählt, als Jakobs Kampf mit dem Engel). Jakobs Nachfolger Joseph war zwar so mächtig, dass er großen Einfluss gewann und dafür sorgen konnte, dass das Volk Israel entstehen konnte, aber seine Nachfolger führten die Forschungen nicht konsequent genug durch, und Israels Macht begann zu stagnieren.
Später übernahmen die Liktoren die Kontrolle über die Ägypter, um das Volk Israel zu versklaven, aber daraufhin wurden sie gerettet durch Moses. Moses war tatsächlich ein Zauberer der Domäne des Wahnsinns. Es gelang ihm, die Ägypter durch zehn Massen-Illusionen zu überzeugen, die Israelis in die Freiheit zu entlassen. Später, in der Wüste Sinai, verzerrte er die Zeit, so dass die Wanderung nach Kanaan scheinbar vierzig Jahre dauerte. Der Tanz um das goldene Kalb war ein Versuch der Liktoren, die Juden wieder zu einer Götzenreligion zu bekehren.
Moses' Nachfolger führten die Traditionen weiter, wurden aber immer bekämpft von den Liktoren und Raziden, die auch jetzt versuchten, die Kabbala in eine von ihnen kontrollierte Religion einzubinden (nur teilweise erfolgreich) und immer wieder die Kontrolle über andere Völker nutzten, um die Israelis zu bekämpfen - erst die Philister, dann die Babylonier, dann die Römer, und später, nach der Zerstörung des Zweiten Tempels im Jahr 70 n. Chr. alle Völker, unter denen Juden lebten. Aber je härter sie auf die Juden einschlugen, desto mehr Juden entschlossen sich zum Widerstand oder durchschauten die Illusion, mit dem Ergebnis, dass sie immer freier von den anderen Mächten wurden.
Die Raziden versuchten im Zweiten Weltkrieg, die Juden, die sie als gefährlichsten Gegner ansahen, endgültig zu vernichten, was wir als den Holocaust kennen. Aber selbst diese härteste Prüfung überstanden die Juden. Nach dem Krieg wird der Staat Israel gegründet, über zweitausend Jahre, seitdem die Juden zuletzt selbstständig waren. Dies war möglich erstens durch die weltweite Zusammenarbeit der Juden, und zweitens die Unterstützung von Liktoren, die den arabischen Einigungsbewegungen etwas entgegensetzen wollen, Raziden, die hoffen, die überlebenden Juden später auf einen Schlag vernichten zu können, und anderen Liktoren, die die Juden so allgemein unter eine zentrale Kontrolle bringen wollen.
Im Endeffekt sind von den Juden verhältnismäßig mehr Menschen erwacht, als das bei irgendeinem anderen Volk auf der Welt der Fall ist. Dazu gehört z.B. Messiah, ein ehemaliger Prophet aus Qumran, dessen Geschichte auch im "Legions of Darkness" erzählt wird. Das Schicksal der meisten erwachten Juden ist unbekannt, aber es gibt Gerüchte über ein paar Erwachte, die in der israelischen Armee und Geheimdienst arbeiten.
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